20 Supplements im Vergleich

Evidenz auf einen Blick.

Die Stufe gilt für den im Kurzfazit beschriebenen Einsatz – nicht pauschal für jedes Produkt, jede Dosis oder jedes Gesundheitsziel.

hoch / klarer Nutzenmoderat / abhängig vom Zielbegrenzt / widersprüchlich
Vergleich von 20 häufig nachgefragten Nahrungsergänzungsmitteln
#SupplementEvidenzKurzfazitStudie
01MagnesiumMineralstoffeModeratEin Präparat ist bei nachgewiesenem Mangel oder erhöhtem medizinischem Bedarf sinnvoll. Für pauschale Versprechen bei Schlaf, Stress und Muskelkrämpfen ist die Studienlage je nach Anwendung uneinheitlich.Quelle ↗
02Vitamin DVitamineHoch bei MangelVitamin D verhindert und behandelt Mangelzustände. Große Studien bei grundsätzlich gesunden Erwachsenen stützen keine pauschale Hochdosis-Einnahme zur Vorbeugung von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Frakturen.Quelle ↗
03MultivitamineVitamineBegrenztMultivitamine können Versorgungslücken in besonderen Situationen schließen. Für die allgemeine Prävention chronischer Krankheiten ist der Nutzen klein oder nicht belegt; einzelne COSMOS-Analysen fanden Signale für die Gedächtnisleistung älterer Menschen.Quelle ↗
04Omega-3 (EPA/DHA)FettsäurenModeratEPA/DHA können erhöhte Triglyzeride senken; dafür werden teils Arzneimittel-Dosierungen eingesetzt. Bei gesunden Menschen verhindert gewöhnliches Fischöl nicht verlässlich Herzinfarkt oder Krebs.Quelle ↗
05Vitamin CVitamineModerat bei MangelVitamin C behandelt einen Mangel und unterstützt normale Körperfunktionen. Regelmäßige Supplemente verkürzen Erkältungen möglicherweise geringfügig, verhindern sie in der Allgemeinbevölkerung aber nicht zuverlässig.Quelle ↗
06ZinkMineralstoffeModeratZink hilft bei einem Mangel. Bestimmte Lutschtabletten, sehr früh bei Erkältungsbeginn eingesetzt, könnten die Dauer verkürzen; Produkt und Dosis sind entscheidend.Quelle ↗
07KalziumMineralstoffeHoch bei UnterversorgungKalzium ist für Knochen und Muskeln essenziell. Supplemente sind besonders sinnvoll, wenn der Bedarf über die Ernährung nicht erreicht wird; der Nutzen zur Frakturprävention hängt von Alter, Versorgung und Vitamin-D-Status ab.Quelle ↗
08Vitamin B12VitamineHoch bei MangelB12-Supplemente verhindern und behandeln einen Mangel sehr wirksam. Ohne Unterversorgung steigern sie Energie oder Konzentration nicht verlässlich.Quelle ↗
09EisenMineralstoffeHoch bei MangelOrales Eisen ist Standard bei bestätigtem Eisenmangel. Müdigkeit allein reicht nicht als Diagnose; Ursache, Ferritin, Blutbild und Entzündungsstatus gehören zusammen betrachtet.Quelle ↗
10FolsäureVitamineHoch rund um EmpfängnisFolsäure vor der Empfängnis und im frühen Schwangerschaftsverlauf senkt das Risiko von Neuralrohrdefekten. Das Zeitfenster beginnt, bevor viele von der Schwangerschaft wissen.Quelle ↗
11JodMineralstoffeHoch bei UnterversorgungJod verhindert Mangel und ist in Schwangerschaft und Stillzeit besonders relevant. Eine eigenständige Hochdosis-Einnahme ist wegen möglicher Schilddrüsenreaktionen nicht sinnvoll.Quelle ↗
12KreatinSportHoch für KraftleistungKreatinmonohydrat verbessert bei vielen Menschen Kraft, Leistung in wiederholten Hochintensitätsbelastungen und Trainingsanpassung. Für Ausdauer ohne Kraftanteil ist der Nutzen gering.Quelle ↗
13ProteinpulverSportHoch bei passendem BedarfProteinpulver kann Muskelaufbau durch Krafttraining unterstützen, wenn die normale Ernährung den Bedarf nicht deckt. Oberhalb einer ausreichenden Gesamtzufuhr nimmt der Zusatznutzen deutlich ab.Quelle ↗
14KollagenpeptideBeauty & GelenkeBegrenzt bis moderatMeta-Analysen berichten Verbesserungen bei Hautfeuchtigkeit und Elastizität. Viele Studien sind klein, kurz und teilweise industrieverbunden; Effekte auf Gelenke sind nicht mit Knorpelneubildung gleichzusetzen.Quelle ↗
15ProbiotikaDarmIndikationsabhängigDie Evidenz ist stamm-, dosis- und indikationsspezifisch. Ergebnisse eines Produkts lassen sich nicht automatisch auf ein anderes übertragen.Quelle ↗
16MelatoninSchlaf & StressModerat für SchlafrhythmusMelatonin kann bei Jetlag und bestimmten Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus helfen. Bei chronischer Insomnie sind die durchschnittlichen Effekte auf Einschlafzeit eher klein; CBT-I bleibt zentrale Erstbehandlung.Quelle ↗
17AshwagandhaSchlaf & StressBegrenztEinige standardisierte Extrakte senkten in kleinen Kurzzeitstudien subjektiven Stress und verbesserten teilweise Schlaf. Produkte sind nicht austauschbar; robuste Langzeitdaten fehlen.Quelle ↗
18CurcuminBeauty & GelenkeBegrenzt bis moderatÜbersichten finden mögliche kleine Verbesserungen von Schmerz und Funktion bei Kniearthrose. Die Daten rechtfertigen keinen Ersatz wirksamer Standardtherapien.Quelle ↗
19Coenzym Q10SpezialUneinheitlichFür Statin-bedingte Muskelschmerzen sind Studien widersprüchlich. Bei Herzinsuffizienz zeigen Meta-Analysen mögliche Vorteile als Zusatztherapie – niemals als Ersatz verordneter Behandlung.Quelle ↗
20Glucosamin & ChondroitinBeauty & GelenkeWidersprüchlichGroße Studien und Leitlinien bewerten den Nutzen bei Knie- und Hüftarthrose uneinheitlich bis negativ. Einzelne pharmazeutische Glucosaminsulfat-Produkte sind nicht mit jedem frei verkäuflichen Gemisch vergleichbar.Quelle ↗

Wie wir bewerten

01

Studientyp

Randomisierte kontrollierte Studien wiegen stärker als Beobachtungen oder Laborversuche.

02

Konsistenz

Ähnliche Ergebnisse über mehrere unabhängige Studien erhöhen die Sicherheit.

03

Relevanz

Ein messbarer Laborwert ist nicht automatisch ein spürbarer Gesundheitsnutzen.

04

Sicherheit

Nutzen wird immer gegen Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Unsicherheit abgewogen.